Ein Fest des Dankes und der Freude

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Am vergangenen Samstag lud die Pfarre St. Marein zum festlichen Dankgottesdienst anlässlich des silbernen Priesterjubiläums von Pfarrer GR Mag. Andreas Stronski. Unter feierlichem Geläute zog der Jubilar gemeinsam mit Festprediger Kaplan Dr. Christoph Kranicki, Lektoren, Ministranten und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates in die wunderschön geschmückte Pfarrkirche ein. Die Gesangsgruppe „Siebending Vocal“, unter der Leitung von Mechtildis Kaufmann jun., sowie Franz Bainschab an der Orgel gestalteten die Festmesse eindrucksvoll musikalisch mit. In seiner Festpredigt betonte Kaplan Kranicki, das besonders das Herz Jesu, aus dem symbolisch alle Sakramente entspringen, Fundament und Kraftquelle jedes priesterlichen Wirkens sei. In bewegenden und sehr persönlichen Worten skizzierte er den Glaubens- und Lebensweg des Jubilars und verwies auf Papst Franziskus, der kürzlich in einer Predigt betont hatte, dass Jesus als Vorbild allen priesterlichen Wirkens nur zwei Schätze kannte: Gott Vater und uns Menschen. Seine Tage verliefen, so der Papst, zwischen dem Gebet zum Vater und der Begegnung mit den Menschen. Begegnung mit den Menschen – nicht Abstand. Auch das Herz des Hirten Christi kenne demnach nur zwei Richtungen: den Herrn und die Menschen, zitierte Kranicki Papst Franziskus. Zur Gabenbereitung wurden von Pfarrgemeinderäten Brot und Wein als symbolische Opfergaben zum Altar getragen. Sie waren Zeichen des Dankes für Mühen und Freuden des priesterlichen Weges von GR Andreas Stronski. Am Ende des Festgottesdienstes gratulierte die Obfrau des Pfarrgemeinderates, Eva Fritzl, dem Jubilar mit herzlichen Worten. Sie dankte dem Ortspfarrer für fast 20 Jahre segensreichen Wirkens in St. Marein und wünschte ihm für die Zukunft viel Kraft und Gottes reichen Segen. Anschließend entbot Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz namens der Stadt Wolfsberg ganz offiziell die besten Glückwünsche zum silbernen Priesterjubiläum. Schlagholz betonte, dass es gerade heute in einer sehr pluralistischen und oft entsolidarisierten Gesellschaft besonders Menschen, wie Pfarrer Stronski bedürfe, die als Priester mahnend ihre Stimme für Humanität, Solidarität und ein respektvolles Miteinander erheben. OSR Ferdinand Schwaiger gratulierte danach noch für die Dorfgemeinschaft St. Marein. Pfarrer Stronski bedankte sich am Ende der Feier sichtlich gerührt für die vielen Glück- und Segenswünsche sowie für die engagierte und motivierende Begleitung so vieler Pfarrangehöriger in der Zeit seines priesterlichen Wirkens in St. Marein. Das tägliche Gebet für die Menschen der Pfarre und des Ortes sei für ihn ein Herzensanliegen, sei er doch von der Kraft des Gebetes zutiefst überzeugt, so Stronski. Er versprach, sich auch weiterhin nach Kräften zu bemühen, mit Gottes Hilfe seinen priesterlichen Dienst am Evangelium und an den Menschen zu erfüllen und bat dabei um weitere Unterstützung. Mit einer Agape im stimmungsvollen Pfarrgarten, bei der es Gelegenheit gab, mit GR Stronski persönlich ins Gespräch zu kommen, klang die Feier bei belegten Brötchen und Getränken gemütlich aus. GR Andreas Stronski wurde am 30. Jänner 1965 in Bielsko-Biada, einer südpolnischen Stadt an der tschechischen Grenze geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und des Gymnasiums legte er 1984 die Matura ab und trat in den Kapuzineroden ein. Nach seinem Novitiatsjahr studierte er an der franziskanischen Ordenshochschule in Krakau Theologie und schloss das Studium mit dem Magistertitel im Jahre 1991 ab. Nach seine Priesterweihe, am 22. Juni 1991, wirkte er zunächst im Kapuzinerorden, wo er als Krankenhausseelsorger und in der spirituellen Betreuung verschiedener Gruppen erste Seelsorgeerfahrungen sammelte. Im Jahre 1997 kam Andreas Stronski auf Bitten des damaligen Bischofs Egon Kapellari in die Pfarre St. Marein, um hier als Seelsorger Menschen im Leben und Glauben zu begleiten. Möge ihm dies auch in Zukunft gelingen und Gott ihm dazu viel Segen, Kraft und Glaubensfreude schenken.

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