Neue Krippe für die Pfarrkirche St. Marein

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Landeskrippenbaumseister walter Govekar mit dem Krippenmodell für die Pfarrkirche St. Marein 

Einen ideell wie materiell kostbaren Schatz der Pfarre St. Marein stellt die Weihnachtskrippe der Pfarrkirche dar. Sie ist in Kärnten die älteste nachweislich in Gröden hergestellte Kirchenkrippe und wurde der Pfarre im Jahre 1868 von der Familie Gritsch, vlg. Riedl in Paildorf, geschenkt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, also in jener Epoche, aus der auch die Krippe zu St. Marein stammt, nahm die Verbreitung von Grödner Krippen in Kärnten ständig zu. Sie wurden von den Pfarren entweder direkt aus Gröden bezogen oder von einschlägigen Geschäften, so genannten „Devotionalienhandlungen“ geliefert. Während viele Kirchen Kärntens mit relativ kleinen, kaum über 20 cm hohen geschnitzten Grödner Figuren ausgestattet wurden, zeigen die Figuren der Krippe zu St. Marein mit mehr als 30 cm doch eine stattliche Größe.

Beachtliche Anzahl von Figuren

Bemerkenswert ist auch die beachtliche Anzahl der ursprünglichen 90 Figuren, die, wie an einigen Beispielen zu erkennen ist, nicht nur das Geschehen der Hl. Nacht sondern verschiedene Szenen der Weihnachtszeit bildlich zur Darstellung brachten. So lässt sich aus den verbliebenen Resten die Szene der Beschneidung ebenso rekonstruieren, wie auch die Flucht nach Ägypten.

Im Jahre 2003 konnten auf Initiative des Gemischten Chores Siegeldorf, der zugunsten der Anschaffung neuer Krippenfiguren ein Benefizadventsingen veranstaltete, 5 Schafe und ein Kamel angekauft werden. Sie wurden über die Wolfsberger Buchhandlung San Damiano in Gröden bestellt. Als Spende stiftete Ernst Unterkirchner, Betreiber der Buchhandlung, einen Steinbock als zusätzliche Figur.

In den letzten Jahren machte sich in Kärnten eine Krippenrenaissance breit. Ausgehend von verschiedenen Krippenvereinen stieg das Interesse an Weihnachtskrippen in der Bevölkerung aber auch in den Kärntner Pfarren. Durch diese Impulse angeregt, reifte sowohl beim Pfarrprovisor Mag. Andreas Stronski als auch bei verschiedenen Mitgliedern des Pfarrgemeinderates und der Pfarrbevölkerung der Wunsch, der Krippe durch einen neuen Stall und erweiterten Aufstellungsmöglichkeiten neuen Glanz zu verleihen.

Startschuss für Neugestaltung

Aus diesem Grunde hat sich die Pfarre mit dem Landeskrippenbaumeister Walter Govekar in Verbindung gesetzt und ihn um kompetente Mithilfe bei der Neugestaltung der St. Mareiner Weihnachtskrippe gebeten. Walter Govekar hat in der Folge eine Skizze entworfen und mit einem kleinen Helferteam aus der Pfarre in monatelanger Arbeit eine aufwendige Krippenlandschaft nach orientalischer Darstellung errichtet.

Beim Adventauftakt der Pfarre, am Samstag, dem 01. Dezember 2012, wird die neue prächtige Weihnachtskrippe während des Gottesdienstes um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Marein erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Gleichzeitig beginnt seitens der Pfarre eine Spendenaktion mittels der weitere Figuren ergänzt und die neue Krippenlandschaft finanziert werden sollen.

Am 23. Dezember, dem vierten Adventsonntag, wird die neue Krippe, mit allen Figuren ausgestattet, feierlich bei einem Festgottesdienst um 9 Uhr in der Pfarrkirche geweiht. Alle Krippenbesitzer sind dabei auch eingeladen, ihre Hauskrippen oder Krippenfiguren segnen zu lassen.

Bitte um finanzielle Unterstützung

Die St. Mareiner Krippe wird in Zukunft jedes Jahr ab dem ersten Adventsonntag bis 2. Feber aufgestellt werden, wobei nach alter Überlieferung im Advent täglich Figuren hinzukommen, bis sie am Heiligen Abend in voller Pracht erstrahlt. Überdies sollen verschiedene Szenen des Weihnachtsgeschehens wieder nach ursprünglicher Tradition zur Darstellung kommen. Um dieses Projekt auch Realität werden zu lassen, bittet die Pfarre alle Ortsvereine, Pfarrangehörigen und Gönner der Pfarrkirche St. Marein um finanzielle Unterstützung. „Die eindrucksvolle Krippendarstellung soll vielen Menschen das Geheimnis des Weihnachtsgeschehens näher bringen und die Herzen der Betrachter für das Kind von Bethlehem öffnen“, so Ortspfarrer Mag. Andreas Stronski über den Grundgedanken des Projektes. Besonders junge Familien mit Kindern sind während der Advent- und Weihnachtszeit herzlich eingeladen, sich beim Besuch der St. Mareiner Krippe vom Zauber der Weihnacht anstecken zu lassen.

Bis die Krippe in ihrem jetzigen Glanz erstrahlen konnte, waren viele einzelne Arbeitsschritte notwendig:

 

 

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