Filialkirche Kunigunde

Besondere Stätte des Glaubens

St. Kunigunde am Reisberg (© Foto: Prof. Mag. Josef Barth)

St. Kunigunde am Reisberg (© Foto: Prof. Mag. Josef Barth)

St. Kunigunde am Reisberg

Der spätgotische Bau zeigt an der Südseite die Jahreszahl 1552. Ältester Teil des Gotteshauses ist der mit Netzrippen gewölbte Chorraum aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der Hochaltar aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stellt die Feuerprobe der heiligen Kunigunde dar, die um ihre Treue zu beweisen, über glühende Pflugscharen schreitet. Im Aufsatzbild sehen wir den heiligen Ulrich. Auf den Seiten thronen zwei Engelsgestalten. Der südliche Seitenaltar beinhaltet ein von Jägern gespendetes Altarbild des hl. Hubertus. Ursprünglich schmückte diesen Altar ein Gemälde der hl. Magdalena, das sich nun an der Nordwand des Chores befindet. Ein Bild der „Sieben Schmerzen Mariens“ vervollständigt den Schmuck im Chorraum. Erwähnenswert ist auch der schöne Kronleuchter, auf dessen Konsole das Entstehungsdatum 1666 zu finden ist. Die schlichte, kastenförmige Kanzel mit ihrem Rechteckgrundriss ist ein Werk des 18. Jahrhunderts. Nach alter Tradition  wird hier der Gedenktag der heiligen Kunigunde am 3. März gefeiert. Als Besonderheit werden nach dem Gottesdienst die so genannten „Kunigundebrezel“ verteilt, die an die Mildtätigkeit der heiligen Kaiserin erinnern. Kunigunde gilt als Patronin der Schwangeren und Kinder. Im November gedenkt man in dem kleinen Kirchlein auch des hl. Hubertus mit einem Festgottesdienst. Das stimmungsvoll im Wald gelegene Kirchlein ist auch immer wieder Ziel von Wallfahrten. Bei Grabungen für einen Elektromasten wurden Gräber entdeckt, die darauf schließen lassen, dass sich um das Gotteshaus einst auch ein Friedhof befunden hat.

Als Mesner und Ansprechpartner für die Kirche fungiert Peter Rabinig, Wirt im nahegelegenen Gasthaus Rabnig. Er vertritt mit Eduard Steiner die Filiale Reisberg auch im Pfarrgemeinderat. Sie erreichen ihn unter der Telefonnummer (04352)81157oder via E-Mail Peter.Rabinig@gmx.at.