Filialkirche Siegelsdorf

Ein Ort der inneren Einkehr

Filialkirche Siegelsdorf (© Foto%3A Prof. Mag. Josef Barth)

Filialkirche Siegelsdorf (© Foto: Prof. Mag. Josef Barth)

St. Nikolaus in Siegelsdorf

Die Filialkirche in Siegelsdorf muss ebenfalls eine mittelalterliche Vorläuferin gehabt haben, da im Zuge des Türkeneinfalles 1480 auch von der Niederbrennung der Kirche zu St. Nikolaus zu Siegelsdorf die Rede ist. Der Ort wird erstmals 1184 unter der Bezeichnung „Sitegoisdorph“ erwähnt. Der jetzige Bau stammt aus dem 17. vielleicht schon aus dem 16. Jahrhundert. Bemerkenswert ist der Hochaltar aus dem späten 17. Jahrhundert, Christus am Kreuz, zu dessen Füßen sich Maria und Johannes befinden. Über den Opfergangsportalen sehen wir rechts den hl. Leonhard und links den hl. Antonius von Padua. Der linke Seitenaltar beinhaltet eine Darstellung des heiligen Johannes Nepomuk, das Bild des rechten Seitenaltares zeigt den heiligen Franz Xaver. Interessant ist auch eine Prozessionsmadonna mit echtem Haar und barockem Gewand, die prächtig renoviert an der nördlichen Wand steht. Darüber befinden sich einige interessante Votivbilder. Besonderer Beachtung wert ist auch eine wundervolle gotisierende Madonnenstatue aus dem 18. Jahrhundert sowie eine kleine Nikolausfigur aus dem 17. Jahrhundert. Als besondere Festtage feiert man das Herz-Jesu-Fest im Juni sowie den Gedenktag des Kirchenpatrons am 6. Dezember. Zu einer liebgewordenen Tradition hat sich in den letzten Jahren auch die Familienwallfahrt am Ostermontag entwickelt, an der jährlich weit über hundert Personen teilnehmen. Ein weiterer Festtag in dieser Kirche ist der 17. Jänner, der Gedenktag des hl. Antonius des Einsiedlers, der als Patron der Haustiere, besonders der Schweine, in ländlichen Gebieten früher sehr verehrt wurde.

Ansprechpartner für Besichtigungen und Auskünfte sind die langjährige Mesnerfamilie Hilde und Willi Wascher (Telefon: 04352/81116) und Gerhard Dohr (Telefon: 0664/5453726), der die Filiale auch im PGR vertritt.