Geschichte unserer Pfarre

Urkunde aus dem Jahre 1207 mit der ersten Erwähnung der Pfarre St. Marein (Stiftsarchiv Admont) (© Foto%3A Pfarre)

Urkunde aus dem Jahre 1207 mit der ersten Erwähnung der Pfarre St. Marein (Stiftsarchiv Admont) (© Foto: Pfarre)

Zur Geschichte der Pfarre

Die Ursprünge der Pfarre St. Marein im Lavanttal liegen im Dunkel der Geschichte. Eine erste, freilich noch sehr zaghafte Spur, findet sich bereits im Jahre 888. Eine Urkunde desselben Jahres, datiert vom 18. Feber, heute im österreichischen Staatsarchiv verwahrt, in der König Arnulf auf Bitten des Abtes Konrad einem Priester Adalolt  Königsgut im Lavanttal, „zwei Kapellen mit dem Zehent von den Höfen und der Pfarre, die er früher zu Lehen trug“, schenkt, könnte die erste Erwähnung eines Gotteshauses an diesem Orte sein. Der Historiker Ernst Klebel vermutet, dass  eine  der beiden Kapellen der Arnulf-Schenkung St. Marein war und zählt St. Marein so zu den ältesten Salzburger Gründungen in unserem Land.

Erstmalige namentliche Erwähnung findet eine Kirche zu St. Marein in einer Urkunde vom 29. März 1178, die sich heute im Benediktinerstift St. Paul befindet. Otto II. von Bamberg verkündet darin die Beilegung des Streites zwischen dem Kloster St. Paul und dem Ministerialen Otto von St. Marein:
“…qualiter lis inter monasterium beati Pauli Lauend et Ottonem de sancta Maria ministerialem ecclesie nostre habita de medio sublate sit, …”

Aus der Urkunde geht überdies hervor, dass St. Marein damals zum Bistum Bamberg gehörte.
Die Pfarre selbst wird erstmals im Jahre 1207 genannt. Erzbischof Eberhard II. von Salzburg bestätigt dem Kloster Admont, in dem diese Schrift bis heute aufbewahrt wird, den Zehent im ganzen „Gamnarwald“ (bei St. Leonhard i. L.) von Obdach bis Prethal (Stmk.) bis zur Grenze der Pfarre St. Marein im Lavanttale und weiter darüber hinaus:
„... in campis et silvis per totum Gamnarwalt videlicet ab Obdah usque in Predel cum terminis aquarum et montium usque ad finem parrochie sancte Marie Lauend…“

Durch diese Urkunde wird deutlich, dass St. Marein mit seiner großen Ausdehnung bis Obdach hin als Mutterpfarre für sämtliche Lavanttaler Pfarren in nördlicher Richtung angesehen werden kann (Reichenfels, St. Peter, St. Leonhard, Schiefling, Preitenegg, Theißenegg, Kamp, St. Gertraud, St. Margarethen, Forst, St. Michael, Wolfsberg, St. Stefan).
Für das hohe Alter der Pfarre spricht auch ihre ursprüngliche Bezeichnung „St. Maria Lauend“, wobei einfach dem Kirchenpatron der Gegendname beigegeben wurde, wie es auch bei einigen anderen, sehr alten Marienkirchen in Kärnten zu sehen ist (Maria Saal, Maria Gail, Maria Jun = Eberndorf).

Als ursprünglich dem Bistum Salzburg unterstehende Pfarre erhielt nach der Gründung des Bistums Lavant, im 13. Jahrhundert, der Lavanter Bischof als Salzburger Generalvikar über die Pfarre St. Marein die geistliche Jurisdiktion (= Herrschaft). Erst 1859 wird  unsere Pfarre, nach der Verlegung des Bistums Lavant nach Marburg, der Diözese Gurk unterstellt.

1480 verwüsten die Türken den Ort und die Kirche. Von diesem Ereignis berichtet eine Schrift, die durch die Jahrhunderte getreulich überliefert wird. Darin heißt es:
„’Als man zählte nach Kristi unseres lieben Herrn und Seligmachers Geburt 1480 Jahre, seynd die grausamen Türken in das Land gezohen, bis an den Dauern und Friesach, haben in Steuermarkt an den Weg wieder heim verhehret, verbrennt, und gar viel Volks gefangen ohne aller Barmherzigkeit gebunden und seynd am st. Lorenzi Abend um 6 Uhr im Lavantthal ankommen, und haben viel kristliches Blut vergoßen, Kirchen verbrennt, Altäre aufgebrochen und das Heiligthum unter die Füß geworfen, Kölch, Monstranzen, Kleinodien der Kirchen und Meßgewand hinweg geführt. Sogar unmenschlich ist ihr Weßen gewest. Daß es ist nicht zu erzählen ist. Zu st. Marein ob st. Andreä hat sich das Volk zu Feld gelegt und von den Nachbarn begehrt, ob sie wollten huldigen und von der Kirche ihnen eine Verehrung geben, so sollten sie sicher seyn an Leib und Leben. Den schlechten Worten haben sie glaubt, die Kirche aufgethan, sie hineingelassen; von der Stund an haben die Türken viel Kristen gefangen und etliche erschlagen. Darnach ist das Volk abgezohen vor die Kirch Rojach, selbe mit großem Volk rings umlegt, also daß mancher Mensch verzagt sollte haben, auch begehrt ob sie wollten huldigen und ihnen hinausgeben Kölch und Jungfrauen. Die Nachbarn wollten dieß nicht thuen, sondern als fromme Kristen sich wehren mit der Hilf Gottes und der Himmelskönigin Maria.
Als die Türken dieß vernohmen durch ihren Dolmetsch bliesen sie zum Sturme mit großer Heereskraft und Geschrey. Die Nachbarn achteten Alles nicht, sondern wehrten sich männlich mit Steinwerfen, Büchsenschüssen und mit der Hilf Gottes und Himmelskönigin Maria, die ihre Beschützerin geweßen und also haben sie sich erwehrt. st. Sebastian, st. Urban, st. Ulrich und st. Nikolo sind alle ausgebrennt wurden.’


Treulich beschreiben worden von dem hochwürdigen Herrn Andreas Georg Nürnberger im Jahre 1663, damahligen Pfarre zu St. Marein.


Vorher aber 1619 vom Gregor Niedermaß  Pfarrer.
Diese Schrift wurde erneuert im Jahre 1818 zum ewigen Andenken des Geschehenen durch den hochwürdigen Herrn Josef Kugi, damaligem Pfarrer allda, und im Jahre 1862 durch Michael Hofmaier, Provisor dieser Pfarre.“
Ein Bild in der Pfarrkirche zu Maria Rojach i. L. gibt ebenfalls Aufschluss über diese schicksalhafte  Begebenheit.
Von dem schrecklichen Ereignis erzählt auch eine Legende, die in ihrer Symbolik gerade in unseren Tagen wieder sehr aktuell erscheint. Demnach hätten die bedrängten Bewohner von St. Marein eindringlich zu Gott um Hilfe gefleht und um ein gnädiges Schicksal gebeten, worauf der Anführer der Türken mit Blindheit geschlagen worden sei. Während seine Reiterscharen noch die umliegenden Dörfer brandschatzten, wobei auch die Kirche zu Siegelsdorf ein Raub der Flammen wurde, betete der blinde Türke zum Christengott vor dem Marienaltar in St. Marein um Heilung. Er wurde wundersam geheilt und ließ aus Dankbarkeit seinen Hut in der Kirche hängen, der noch heute im Altarraum in einer Nische verwahrt wird.

Diese Legende besitzt in ihrer Symbolik eine zeitlos gültige Wahrheit. Wo Menschen Böses tun, einander hassen und Schaden zufügen, sind sie blind für den Wert und die Würde, die doch jedem Einzelnen  innewohnen. Die Hinwendung zu Gott, dem nach der Lehre aller großen monotheistischen Weltreligionen Liebe und gegenseitige Achtung als Grundprinzipien menschlichen Daseins heilig sind,  kann die verhärteten Herzen wieder sehend und offen machen für ein glückerfülltes, friedvolles Zusammenleben der unterschiedlichen Völker. Dies mag heute umso wichtiger erscheinen, als religiöse Intoleranz noch immer in vielen Teilen der Welt Menschen mit Blindheit schlägt.

Die Bewohner des Ortes schreiten wohl schon sehr bald nach der Zerstörung an den Neuaufbau des in Schutt und Asche liegenden Gotteshauses, sodass bereits 1499 schon wieder ein „plebanus sancte Marie in vallis Laventina“, also ein Priester an diesem Ort  überliefert ist.

Weitere Details aus dem Pfarrleben dieser Jahrhunderte finden sich kaum, da bei einem Brand des Pfarrhofes wichtige Dokumente verloren gegangen sind. Die erhaltenen Matrikenaufzeichnungen (Tauf-, Ehe- und Sterbebücher) beginnen im Jahre 1619, wobei die ersten Bücher mit ihren Einbänden einzigartige Besonderheiten für die Entwicklung der Notenschrift beinhalten, von denen später noch die Rede sein wird.
1742 fiel laut späteren Chronikangaben das Wirtschaftsgebäude einem Brand zum Opfer, eines der wenigen bekannten Details aus dieser Zeit.

Notizen aus der Pfarrchronik

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts sind uns recht genaue schriftliche Aufzeichnungen über das pfarrliche Geschehen erhalten. Sie beginnen mit einem Gedenkbuch der Pfarre, das der überaus bedeutende Pfarrherr Michael Hofmayer im Jahre 1863 im Zuge der zwei Jahre zuvor begonnenen großen Renovierung der Pfarrkirche herausgegeben hat. Hofmayer beschreibt darin, wie es unter seinem Vorgänger Alois Prise zum Beschlusse kam, die „durch den fortwährenden Zahn der Zeit und durch verschiedene besonders ungünstige Verhältnisse“ so „herabgekommene und so verfallene“ Pfarrkirche „wieder herstellen und verschönern zu lassen“.
Bei einer Visitation hatte  Fürstbischof von Lavant Anton Martin den bedauernswerten Zustand des Gotteshauses zu St. Marein 1860 mit den Worten beschrieben. „Eure Kirche ist nicht Marein (Maria-Rein), sondern Maria-Schmutz.“ Diese wenig schmeichelhaften Worte rüttelten die St. Mareiner auf, und so nahm man ein Jahr später eine großangelegte Renovierung der herabgekommenen Pfarrkirche in Angriff.

Pfarrer Hofmayer – eine besondere Persönlichkeit

Nachdem Pfarrer Prise am 14. Juli 1861 nach kurzer Krankheit verstorben war, begannen unter dem vorerst  provisorischen Nachfolger  Michael Hofmayer, der später zu einem der  bedeutendsten Pfarrherrn in St. Marein werden sollte, die umfangreichen Renovierungsarbeiten. Hofmayer beschreibt in allen Details die einzelnen Arbeitsvorgänge, die schier unermesslichen Kosten sowie die unglaubliche Spenden- und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung.
Als Krönung dieses Unterfangens bekommt die Pfarre im Jahre1862 durch die großzügige Spende des leidgeprüften Pfarrangehörigen Wolfgang Tatschl, Auszügler aus der „Wirthshube zu St. Stefan“, ein neues Geläute, wobei die größte Glocke neuangeschafft werden kann und drei weitere umgegossen werden. Die Glockenweihe am 9. August und die feierliche Einweihung der Pfarrkirche am darauffolgenden Tag werden zu einem Fest, wie es das Dorf kaum noch erlebt hat.

Am 10. Mai 1863 wird Michael Hofmayer aufgrund seiner Verdienste um die Restaurierung der Pfarrkirche als jüngster unter 21 Bewerbern zum Pfarrer von St. Marein ernannt.

1864 erfolgt die Gründungsbestätigung einer Herz-Mariä-Bruderschaft, die sofort großen Zulauf hat und im Jahre 1879 schon 1967 Mitglieder zählt.

1865 wird unter Pfarrer Hofmayer das Wirtschaftsgebäude „ex fundamento“ also von Grund auf neu errichtet. Der finanzielle Grundstein dazu wird wiederum von Wofgang Tatschl, dem Stifter der großen Glocke, gelegt.
1868 stiftet das Ehepaar Josef und Anna Gritsch, vlg Riedl aus Paildorf, eine neue Weihnachtskrippe mit 90 größeren und kleineren Figuren, geschnitzt und bemalt im Grödnertal (Südtirol), die später vom gleichen Ehepaar mit einem Spielwerk ausgerüstet wird.  Die Krippenfiguren sind bis heute zu einem großen Teil vorhanden.1869 wird eine Pfarrbibliothek gegründet.
Im Dezember des Jahres 1879 führt, laut Pfarrchronik,  eine Kältewelle mit bis zu minus 24 Grad Celsius, die bis Anfang Feber mit kurzen Unterbrechungen anhält, zu großen Schäden an den Obstbaumkulturen.
1879 wird Pfarrer Hofmayer zum Dechanten ernannt.
Am 12. Juli 1880 besucht Bischof Valentin Wiery, ein Sohn des hiesigen Lehrers und so aus St. Marein stammend, die Pfarre. Ein Erdbeben erschüttert am 9. November 1880 um halb acht Uhr morgens den Ort. Starkes Grollen, Fensterklirren und wankende Gegenstände erschrecken die Bevölkerung.
1881 fällt am 12 Mai, dem Fest des heiligen Pankratius,  Schnee, der großen Schaden in Gärten und Obstkulturen anrichtet.
1882 wird eine kleine, nunmehr fünfte neue Glocke feierlich am Bahnhof in St. Stefan empfangen und in Prozession abgeholt. Der Winter desselben Jahres ist äußerst mild. 1882 wird Dechant Konsitorialrath Hofmayer zum Propstpfarrer von Unterdrauburg berufen. Damit endet eine für die Pfarre St. Marein besonders fruchtbare Ära.

Die Nachfolger Hofmayers haben es nicht immer leicht

Als Pfarrvorsteher folgt Josef Hausberger, ehemals Pfarrer in Maria Rojach.
1889 wird eine Rosenkranzbruderschaft gegründet, eine Vorgängerin unseres derzeitigen „Lebendigen Rosenkranzes“.
Am 12. Juli1891 trifft ein Blitz die Kunigundekirche am Reisberg und setzt sie in Brand, wobei auch die Glocken zerstört werden. Drei Jahre später können durch die Spende von Reichsgräfin Laura Henkel von Donnersmark und weiteren Stiftern zwei neue Glocken angeschafft werden. Durch die Opferbereitschaft der Reisberger Bevölkerung gelingt es, das Kirchlein wieder aufzubauen, sodass es  „schöner und freundlicher (da)steht als zuvor.“
Im Jahre 1894 berichtet die Pfarrchronik von einer überaus großen Ernte. „ Selbst ältere Personen können sich kaum einer so gesegneten Getreide- und Futterernte erinnern; die Scheunen sind zu klein, um alles fassen zu können.“  Im selben Jahr bricht in der Volksschule eine Masernepidemie aus, der fünf Kinder zum Opfer fallen.
Pfarrer Hausberger entschläft am 15. August 1895 im Alter von 60 Jahren. Ihm folgt Franz Höller, zuvor Pfarrer von Preitenegg, der aber schon nach nur  vierjährigem Wirken in St. Marein im November 1899 eines plötzlichen Todes stirbt. Nach sechsmonatiger Vakanz und provisorischer Leitung wird Johann  Inanger, bisher Pfarrer in Döbriach, Pfarrherr in St. Marein.
Die Pfarrchronik berichtet im Jahre 1902 von einem Blitzschlag in den Turm von St. Peter und Paul zu Reisberg, der den Messner beim Läuten „zwei Klafter weit weggeworfen“ hat. „Der Meßner kam mit dem Schrecken davon, die Orgel wurde beschädigt und ebenso das Mauerwerk.“
Eine große Hitzewelle ohne Regen bringt der Sommer des Jahres 1904 mit sich. Auch die Schüler sind von den hohen Temperaturen betroffen, wie folgende Notitz beweist: „Die Schule musste wegen Kinderkrankheiten zwei Monate geschlossen bleiben während des Winters und im Sommer gab es wieder Hitzeferien.“
Am 29. Oktober 1910 stirbt Pfarrer Johann Inanger, der die Pfarre seit 04. April 1900 geleitet hat, und wird am Pfarrfriedhof begraben. Ihm folgt Johann Nagele als Pfarrprovisor, der bereits als Kaplan in St. Marein tätig ist. 
1910 wird ein neues, dringend notwendiges Schulhaus errichtet,  bei dessen Einweihung am 6. November strömender Regen fällt
1911 bekommt St. Marein mit Andreas Christof  wieder einen neuen Pfarrer. Seine angeschlagene Gesundheit trägt wesentlich dazu bei, „dass er sich in St. Marein gar nicht glücklich fühlte“, wie die Chronik berichtet. Er stirbt im August 1913 nach nur 2-jährigem Wirken.
Bereits am 8. 12. 1912 gründet sich auf Betreiben des Pfarrers eine „Marianische Jungfrauen Congregation“, um die weibliche Jugend zu fördern und im Glauben zu stärken.
1913 wird Ferdinand Gerstl zum Pfarrer von St. Marein ernannt. 1914 wird durch ihn eine Herz-Jesu-Bruderschaft eingerichtet, die bald schon über 200 Mitglieder zählt. Das Vereinsleben in der Pfarre blüht.


Große Not in Kriegszeiten
Große Not bringt der erste Weltkrieg mit sich. Die Pfarrchronik erzählt vom Hunger und Elend der Bevölkerung. Am 17.1.1917 berichtet Pfarrer Ferdinand Gerstl von der Abnahme der Glocken, die zu Kriegszwecken dem Staat übergeben werden müssen. Alle Kirchen des Pfarrgebietes sind davon betroffen. Bei strömendem Regen werden die Glocken unter großer Anteilnahme der Pfarrbevölkerung zur Bahnstation St. Stefan gebracht. „Die „Erbitterung der Bevölkerung war schon groß.“
Freuen konnte man sich über zwei Primizfeiern. Rudolf Arzberger und Karl Grumet hielten 1918 ihr erstes Messopfer in ihrer Heimatgemeinde.
Nach dem Zusammenbruch der Monarchie dringen im Juni 1919 „die Slowenen unterstützt von Serben, bis knapp außer St. Andrä“ vor. „Auch von St. Marein waren fast alle Männer, auch Frauen mit Hab und Gut geflohen, hinauf bis Knittelfeld und Zeltweg.“ Pfarrer Gerstl führt in der Pfarrchronik auch sorgsam die Namen der 63 im Krieg Gefallenen an und nennt ebenso die 15 an Kriegskrankheiten verstorbenen Opfer des Ortes. Mit berührenden Worten wird die große Not jener Tage geschildert.
In der Nacht des Allerseelentages 1919 wird der Tabernakel von unbekannten Tätern aufgebrochen, die Monstranz samt der hl. Hostie und dem Ziborium gestohlen. Ein Zeichen der Zeit. Bereits ein Jahr später kauft die Pfarre durch Spenden der Bevölkerung wieder eine neue Monstranz und ein Ziborium. 1921 kommt es trotz Notzeit zur Anschaffung neuer Kirchenglocken, die allerdings zu großer Missstimmung zwischen Pfarre und Pfarrer führt.
Zwei Jahre später kehren auch Glocken in die Türme der Filialen St. Thomas und Siegelsdorf zurück. Im selben Jahr wird im Ort ein würdiges Kriegerdenkmal errichtet.  1924 feiert Johann Fellner festliche Primitz.
Zu einem zweiten Kirchenraub kommt es in der Nacht vom 15. auf 16. Jänner 1925. Wieder werden der Tabernakel aufgebrochen, Monstranz und Ziborium gestohlen, aber noch in derselben Nacht zurückgestellt, nachdem der Täter gefasst ist, ein schon als Ministrant als Dieb auffällig gewordener St. Mareiner.
Am 1.11.1926 geht Pfarrer Gerstl nach 13-jähriger Seelsorgetätigkeit in den Ruhestand. Seine nicht ganz konfliktfreie Zeit als Pfarrer in St. Marein beschreibt er in der Chronik mit folgendem letzten Eintrag: „Wenn er bedenkt, was dieser [Pfarrer Gerstl] erduldet und wie es seinen Vorgängern ergangen ist, so will er meinen ‚die der Herr in St. Marein lässt Pfarrer werden, die will er in seine besondere Leidensschule nehmen’ “.


Umbruchzeiten
Seinem Nachfolger Albert Blasi, der fast 30 Jahre die Geschicke der Pfarre lenken wird, ist mehr Glück beschieden. Unter Blasi wird 1927 die Pfarrkirche durch die Firma Campidell gründlich renoviert. Dabei muss der zusammengefallene Magdalenenaltar im nördlichen Seiteschiff einer Lourdesgrotte weichen. Die Gesamtkosten der Arbeiten belaufen sich auf 13.000 Schilling und werden durch Holzschlägerungen im Kirchenwald sowie Spenden der Bevölkerungen gedeckt. In der Folge kommt es auch zur Anschaffung einer großen Glocke, für die die Bevölkerung wieder bereitwillig spendet. Im März 1928 findet die Weihe statt, wobei drei weitere Glocken des Akkordes wegen hinzukommen.
Immer wieder finden sich in der Chronik großzügige Stiftungen verschiedenster Spender des Ortes. Sie zeigen die große Verbundenheit der St. Mareiner mit ihrer Pfarre. Ende der 20-er Jahre wird die Friedhofmauer vollständig erneuert und auch im Pfarrhof und an den Nebengebäuden werden zahlreiche Renovierungen durchgeführt. Ein besonderes Ereignis findet im Frühjahr 1931 statt. Im Rahmen einer großen Festfeier wird der neue, so dringend benötigte Vereinssaal eingeweiht. Die Finanzierung des Bauvorhabens, das 8.000 Schilling in Anspruch nimmt, erfolgt durch den Verkauf eines gotischen Messkleides, das nach langen Verhandlungen um 6.000 Schilling vom Museum für Kunst und Industrie erworben wird. Die restlichen 2.000 Schilling werden durch Verkauf von Holz aus dem Pfarrwald aufgebracht.
Der neue Saal mit einer schönen Bühne und einem Garderoberaum ist eine prächtige Heimstätte für die verschiedenen pfarrlichen Vereine. Die Neugestaltung im Jahre 2007 ist bemüht, den ursprünglichen Zustand nicht zu verändern, sondern den Erfordernissen der modernen Zeit anzupassen.
Am 28.9.1931 stirbt Josef Moser, allseits geschätzter Messner in St. Marein. Sein „gutmütiger Charakter“ und sein „ehrliches Wesen“ verliehen ihm in der Bevölkerung des Ortes großes Ansehen. Er war Gründungsmitglied der Ortsfeuerwehr und über Jahrzehnte treuer, pflichterfüllter Mesner unserer Pfarre.
Zehn Priester aus unserer Pfarre wirken in den 30-er Jahren in der Seelsorge. Als deren bedeutendster feiert der spätere Bischof DDr. Josef Köstner am 24. Juli 1932 Primiz in seiner Heimatpfarre. Es war ein Festtag für St. Marein.
Die große Not der 30-er Jahre spiegelt sich auch in der Pfarrchronik wider, in der wir über eine Sammlung für die „Winternothilfe“ lesen. Die opferbereite Bevölkerung spendet dabei 2.000 kg Kartoffeln, 1.100 kg Getreide sowie Obst, Fleisch und Fett. In den 30-er Jahren gibt es auch ein reges pfarrliches Vereinsleben. Neben verschiedenen Bruderschaften werden eine Jungreichsbundgruppe und eine Kindermädchen-Kongregation, in die 40 Mädchen als „Marien-Kinder“ aufgenommen werden, gegründet. Koedukation war in jenen Tagen noch ein Fremdwort und so waren Mädchen und Burschen streng getrennt.
Die Volkszählung 1934 erbringt eine Zahl von 2.800 Seelen für die Pfarrgemeinde.
Mit der Primiz von Paul Pirker im Jahre 1936 wird ein weiterer Sohn der Pfarre im Weinberg des Herrn tätig.
1939 stiften Graf Dr. Norbert Thun und seine Mutter Olga neue Glasfenster für die Pfarrkirche.


Ein neuer Krieg bringt neues Leid
Der Zweite Weltkrieg beginnt und fordert auch seine Opfer in St. Marein. Bereits 1939 wird Kaplan Sacher zum Militärdienst eingezogen. Nach Ostern 1941 quartiert das Militär Soldaten der französischen Front in den Pfarrhof ein, zieht diese am 22. Juni desselben Jahres aber schon wieder in den gerade begonnenen Russlandfeldzug ab. Für das pfarrliche Leben ergeben sich viele Behinderungen. Neben der Abschaffung vieler Feiertage ist es auch notwendig, altgewohnte Traditionen zu verändern oder einzuschränken. Im März 1942 müssen alle Glocken abgeliefert werden, nur eine Glocke in Siegelsdorf darf am Turm verbleiben. Die Pfarre Forst spendet als kleinen Trost ihre kleinste Stahlglocke, die verloren und allein, in einem der Türme unserer Pfarrkirche hängt. Trotz der schwierigen Situation werden 1942 sämtliche Orgeln in den Kirchen der Pfarre restauriert und gesäubert. Eine neue Wasserpumpe bringt erstmals Fließwasser in den Pfarrhof.
Gegen Ende des Krieges stört immer wieder Fliegeralarm die Gottesdienste. Am Pfingstmontag des Jahres 1944 machen Fliegerwellen, die bedrohlich über die Pfarre ziehen, die Abhaltung eines Gottesdienstes in Siegelsdorf unmöglich. Nichts Außergewöhnliches in jenen Tagen.
In dieser großen Not weiht sich die Pfarre St. Marein dem Herzen Mariens und begibt sich damit unter den Schutz der Gottesmutter.
In bewegenden Zeilen beschreibt die Pfarrchronik das Ende des Krieges. Starke, sich zurückziehende Truppen sind auch in St. Marein Anzeichen des Zusammenruchs. In den letzten Kriegstagen bleibt ein Lazarett hier zurück. Ein SS-Hauptmann quartiert sich mit seiner Garde im Pfarrhof ein. Die Bevölkerung wagt sich nicht auf die Straße, finden sich doch viele SS-Soldaten im Ort, da die SS hier eine Reparaturwerkstätte errichtet hat. In der Pfarrchronik heißt es dazu: „Alle möglichen Truppen, Kosaken etc gaben Grund zur Furcht – auch wollte die SS noch einige umlegen … Doch kam es wegen der sich überstürzenden Ereignisse nicht dazu. Am 10. Mai in der Früh waren die ganzen S.S. Leute mit ihrem Hauptmann verschwunden unter Zurücklassung aller ihrer Einrichtungen. … Nun wurde geplündert. Was nicht niet und nagelfest war wurde verschleppt und verschwand auf Nimmerwidersehen.“
Nach einigen Tagen beendet die englische Besatzung diese chaotischen Zustände. Wieder bekommt der Pfarrhof Einquartierung, ja selbst im Wirtschaftsgebäude nächtigen die englischen Soldaten. Trotz mehrmaliger besorgter Einwände der Pfarre wegen der Brandgefahr bleiben die Soldaten einquartiert und das Unausweichliche geschieht. „ … in der Nacht vom 6. auf den 7. Juli [1945] brach das Gefürchtete herein, das ganze Wirtschaftsgebäude wurde ein Raub der Flammen. Das Feuer entstand durch unvorsichtiges Gebahren mit Benzin durch die englische Besatzungsmannschaft.“ Nur das Vieh wird gerettet, alles andere fällt den Flammen zum Opfer. Bereits im Herbst desselben Jahres wird das Wirtschaftsgebäude wieder aufgebaut. „Hunderte von Pfarrangehörigen arbeiteten eine ganze Woche hindurch an der Aufräumung der Bandstätte gratis und franko.“ Als große Stütze erweist sich in jenen Tagen der Kaufmann Weinberger. 1946 sind die Arbeiten beendet und das Wirtschaftsgebäude wird mit einer Mesner- und Organistenwohnung neu ausgestattet.


Nachkriegszeit – Epoche des Aufbaus
Mit großer Freude erfährt man 1945, dass DDr. Josef Köstner, ein Sohn der Pfarre, zum Fürstbischof von Gurk ernannt worden ist. Im November stattet der neue Oberhirte seiner Heimatpfarre den ersten Besuch ab. Unter großem Jubel der Bevölkerung wird er im fahnengeschmückten Ort begrüßt, wobei sich auch 300 Kriegsheimkehrer unter musikalischer Begleitung der Bergkapelle einfinden. Die Pfarrchronik enthält ein rührendes Gedicht, das an diesem Festtag von zwei Kindern dem Ehrengast vorgetragen wurde.
Eine weitere Besonderheit ist für das Jahr 1948 notiert. Durch die große Opferbereitschaft der Bevölkerung ist es möglich, drei neue Glocken anzuschaffen. Somit besitzt die Pfarre St. Marein nach dem  Zweiten Weltkrieg das erste neue Geläute in der Diözese Gurk Klagenfurt, wie die Heimatzeitung stolz berichtet. Die feierliche Weihe vollzieht der Diözesanbischof selbst. Bereits zwei Jahre später erfolgt die Weihe weiterer Glocken durch Abt Paulus Schneider und unter großer Beteiligung der Pfarrmitglieder. Josef Weinberger und Silvester Frühauf haben sich dabei als Mitglieder des Glockenkomitees große Verdienste erworben.
In den folgenden Jahren werden verschiedene Renovierungen an Pfarrkirche und Innenausstattung vorgenommen. 1951 wird das Gotteshaus wieder vollständig durch die bewährte Firma Campidell renoviert. Die Kosten dafür betragen 60.000 Schilling.
Durch das rasche Anwachsen der Bevölkerung in St. Stefan infolge des florierenden Bergbaus und der Kraftwerkserrichtung in St. Andrä werden die Teilung der Pfarre St. Marein und die Gründung einer eigenen Pfarre im Gebiet von St. Stefan notwendig. So wird am 1. Mai 1953 St. Stefan eine Pfarrexpositur mit selbstständiger Führung der Seelsorge. Franz Weigand ist ab 8. April 1953 der erste Seelsorger dieser letzten Tochterpfarre von St. Marein. Am 16. September 1962 wird die dem heiligen Stefanus geweihte Filialkirche zur Pfarrkirche erhoben und St. Stefan somit zur selbstständigen Pfarre.
Im Sommer des Jahres 1955 erkrankt Pfarrer Blasi schwer und muss zur Kur nach Bad Gleichenberg. Der Gesundheitszustand verschlechtert sich im Herbst weiter und am 23.12. stirbt Blasi im 72. Lebensjahr. „Die Weihnachtstage waren für die Pfarrgemeinde Tage der stillen Trauer – während im Gotteshaus die ‚Stille heilige Nacht’ erklang war es im Pfarrhof wirklich still geworden und es zeigte sich die Trauer auf allen Gesichtern, als viele nocheinmal ihren[m] Pfarrer an der Bahre das letzte Lebewohl sagten“, schildert die Chronik. Kaplan Ferdinand Kanzian übernimmt interimistisch die Pfarrseelsorge.
1956 wird die Pfarrstelle zur freien Bewerbung ausgeschrieben und am 2. April desselben Jahres Ferdinand Kanzian als Pfarrer installiert. Obwohl der neue Pfarrherr in seiner bescheidenen Art nur eine ganz kleine Feier gewünscht hatte, wird die Einführung unter Dechant Dollinger zu einem großen Fest, bei dem Organistin Lesjak und der Kirchenchor unter der Leitung von Karl Rothleitner für die feierliche musikalische Umrahmung sorgen. Herr Rami vom Pfarrkirchenrat und Direktor Fischer namens der Schule begrüßen den neuen Pfarrherrn mit herzlichen Worten. Mit einem Festessen im Pfarrhof klingt dieser Feiertag für die Pfarre aus.
Im April desselben Jahres überzeugt der Kirchenchor bei einer Theateraufführung mit Gesangsdarbietungen. Immer wieder ist die Sängerschar Motor kultureller Veranstaltungen im Ort.
Am 12. Juni 1956 lässt laut Pfarrchronik ein Unwetter den Reisberger Bach über die Ufer treten, das Hochwasser richtet besonders im Anwesen Pichler in St. Marein großen Schaden an. Doch damit nicht genug. Am 11. August schleudert ein heftiger Sturm den Turmschein auf den Friedhof. Dachteile des Pfarrhofareals werden abgetragen, ein alter Nussbaum gespalten und umgerissen sowie die elektrischen Leitungen zerstört. Häuserschäden finden sich im gesamten Ortsbereich, unzählige Fensterscheiben gehen in Trümmer und überall sieht man entwurzelte Obstbäume. Immer wieder verwüsten Unwetter den Ort, auch dafür ist die Pfarrchronik historisches Zeugnis. 
Im Herbst wird der Pfarrhof im Zuge des Telefonausbaues in St. Marein an das Telefonnetz angeschlossen.
Mit Felix Schriebl, Willibald Füller und Adolf Hackl gibt es in den 50-er Jahren wieder drei Primizianten. Auch über ein Unglück im Jahr 1957 gibt die Chronik Aufschluss: „Mit einer brennenden Zigarette schlief der Bergarbeiter Josef Baumgartner aus Siegelsdorf ein und da sich das Bett entzündete brannte das Zimmer aus und er erstickte an Rauchgasvergiftung.“
Im selben Jahr erkrankt Pfarrer Kanzian schwer. In der Zeit seiner Genesung wird Kaplan Rudolf Safran (Eberndorf) Administrator.
Ein Sommergewitter lässt den Reisberger Bach erneut anschwellen, Brücken werden weggerissen und Wasser dringt in viele Häuser ein. Doch es gibt auch gute Nachrichten. Ende Juli erfolgt die Gleichenfeier für den Rohbau des neuen Schulhauses und am 10. September kehrt Pfarrer Kanzian, wieder genesen, nach St. Marein zurück.
1959 wird die katholische Arbeiterjugend St. Marein gegründet. Im selben Jahr findet auch die Einweihung des neuen Schulhauses durch Bischof DDr. Josef Köstner statt. Bei der Eröffnungsfeier dankt Direktor Fischer der Familie Streckerwirt und der Pfarre, die während des Schulneubaues die Klassen provisorisch beherbergten.
Zu den verschiedenen pfarrlichen Vereinen gesellt sich in jenen Tagen auch eine katholische Männerrunde, die sich jeden Sonntag nach der Messe trifft.
1962 will man das Projekt einer notwendigen Außenrenovierung der Pfarrkirche in Angriff nehmen. Der Pfarrkirchenrat beschließt eine Haussammlung, an deren Durchführung sich neben Pfarrer Kanzian besonders die Kirchenkämmerer Alois Marzi, Johann Hackl und Florian Vallant beteiligen, wobei sie nicht immer offene Herzen und Geldtaschen vorfinden. Die Kosten der Renovierung belaufen sich auf über 283.000 Schilling. Die Herz-Marien-Feier im August 1962 bildet den feierlichen Abschluss dieser Außenrenovierung.
1963 wird das Geläute gänzlich elektrifiziert. „Notwendig war dies wohl schon deshalb weil oft und oft die benötigten ‚Läuter’ nicht zu bekommen waren und der Herr Messner auch mit den Kräften nicht mehr ganz mitkam“, schreibt Pfarrer Kanzian im Memorabilienbuch.
Im Juni desselben Jahres wird ein neuer würdiger Stiegenaufgang in Angriff genommen. „Das halbe Dorf ist mit Krampen und Schaufeln unterwegs um mitzuhelfen.“ Die Kirche zu Reisberg erhält in diesem Jahr ein neues Steinplattendach.
1966 feiert Josef Rami feierlich Primiz in St. Marein, eine weitere der vielen geistlichen Berufungen unserer Pfarre.
1967 wird die Filialkirche St. Thomas einer ausführlichen Innenrestaurierung unterzogen. Dabei werden Chorempore und Kanzel entfernt, um dem Raum eine bessere Wirkung zu geben.
Unter tatkräftiger Hilfe der Bevölkerung wird am Reisberg die sehr baufällige Friedhofsmauer erneuert.


Schicksalsjahr
Das Jahr 1967 war geprägt von großem Unglück. Ein gewaltiger Sturm bricht am 17. August über das Lavanttal her und verwüstet auch unser Pfarrgebiet. Die Chronik berichtet: „Es war als würde die Welt untergehen – es wurde für einige Zeit fast finster – dann krachten Bäume – flogen Dachziegel wie Pappdeckel durch die Luft – abgerissene Äste trieb es durch die Straßen wie Papierknäuel.“ 85% des Kirchenwaldes sind vernichtet, unzählige Obstbäume entwurzelt und überall verzeichnet man große Dachschäden. Die wegen der Dacherneuerung lediglich durch eine Plane geschützte Filialkirche St. Thomas erleidet durch Wassereinbrüche starken Schaden an den neu gestrichenen Innenwänden.
Die nächste Katastrophe bricht am Allerheiligentag desselben Jahres herein. Ein Grubenbrand wütet im Kohlenbergbau St. Stefan, fünf Bergleute werden eingeschlossen und getötet. Vom Unglück ist ein großer Teil der Belegschaft betroffen, denn von den insgesamt 1.300 Bergarbeitern müssen über 400 zwangsbeurlaubt werden. Die Trauerfeier für die toten Knappen wird zu einem bewegenden Ereignis. Tausende Trauergäste verabschieden sich von den Verunglückten, wobei Bischof Köstner das Requiem hält.
Im Dezember ereilt die Pfarre die nächste Schreckensnachricht. Dr. Adolf Hackl, Priester aus unserer Pfarre stammend, stirbt am 3.12. im 34. Lebensjahr bei einem Verkehrsunfall auf der Fahrt zu einem Eheseminar. In der Chronik lesen wir als Resümee für die Ereignisse dieses Jahres: „Der Abschluß des Jahres 1967 war erfüllt von Trauer – Leid – und Not – nicht leicht war es für all das Geschehene, den Betroffenen Mut und Hoffnung zuzusprechen und doch musste, wenn auch armselig, geholfen werden.“


Freud und Leid liegen nah beieinander
Am 4. Mai des darauffolgenden Jahres gestaltet sich die bischöfliche Visitation zu einem großen Fest. Bischof DDr. Josef Köstner weilt zwei Tage in seiner Heimatpfarre. Er spendet fast 330 jungen Menschen das Sakrament der Firmung, visitiert die Schule, segnet die Kinder und besucht auch die Filialkirchen in Siegelsdorf und am Reisberg. Aber es gibt nicht nur Schönes zu berichten. Als Auswirkung der Grubenkatastrophe schließt im selben Jahr der Bergbaubetrieb in St. Stefan nach 113 Jahren des Bestehens und 16,5 Millionen Tonnen Braunkohleförderung.
Auch 1969 reißt die Unglückswelle nicht ab. Fünf Pfarrangehörige sterben bei Verkehrsunfällen, darunter eine siebenjährige Schülerin, die fünfjährige Lydia gerät unter die Räder eines Traktors.
Erstmals wird im Herbst vom Bildungswerk eine Kulturwoche veranstaltet, an der sich Gemeinde, Katholische Aktion, Österreichische Gewerkschaftsjugend, Katholische Arbeiterjugend und Landjugend beteiligen. Die Themen reichen von Familienplanung, Schulerziehung, Gesetzesinformation bis zur Diskussion über wichtige Gemeindefragen. Am Ende des Jahres verbreitet sich die erfreuliche Nachricht, dass St. Marein auch eine Hauptschule bekommen soll.
1970 stirbt Katharina Furian, die als Organistin und Chorleiterin in der Filialkirche Reisberg über Jahrzehnte mit großem Engagement gewirkt hat. „Die Orgel wird nun wohl schweigen“, notiert Pfarrer Kanzian, und er sollte damit bis zum heutigen Tage recht behalten.
Erstmals führt die Fronleichnamsprozession durch den Ort, die Häuser sind wundervoll geschmückt und die Dorfbevölkerung nimmt regen Anteil. In diesem Jahr feiert die „Legio Mariae“, eine marianische Gebetsgruppe unseres Ortes, die heute noch in den über hundert Mitgliedern des Lebendigen Rosenkranzes ihre Nachfolge hat, das zehnjährige Bestehen. Während dieser Feier verursacht ein Unwetter mit Hagel und Sturm große Verwüstungen in Obstgärten und auf Feldern. Drei Tage später schlägt der Blitz ins Messnerhaus ein und richtet ebenfalls großen Schaden an.
Am 12. Juli 1970 findet die Segnung des neuen Kriegerdenkmales statt, bei der auch die neue Fahne des ÖKB St. Marein gesegnet wird. Tausende Besucher und Kameraden aus nah und fern wohnen der würdigen Feier bei. Der Ortsverband des ÖKB zählt in diesem Jahr nahezu 300 Mitglieder.
Am Reisberg berichtet die Chronik von zunehmendem Ausflugsverkehr, besonders bis zum Schloss Hubertus und zum Gasthaus Dohr-Lippauer, das durch den Bau eines schönen Gastgebäudes bald ein neues, gern aufgesuchtes Ausflugsziel darstellen wird.
Die Freiwillige Feuerwehr St. Marein erhält ein neues Rüstfahrzeug und ladet am 2. August zur Löschwagenweihe mit anschließendem Fest, bei dem sogar zwei Tanzkapellen aufspielen.
1971 verlässt Katharina Lesjak, die langjährige, treue Organistin der Pfarrkirche aus familiären Gründen St. Marein und übersiedelt nach Klagenfurt. Die Gemeinde dankt ihr für ihr 23-jähriges, engagiertes Wirken.
Der Kirchenchor macht nach längerer Pause wieder einen Ausflug, der ihn nach Minimundus, in den Tierpark Rosegg und auf den Pyramidenkogel führt. In Kleinedling eröffnet ein neuer Einkaufsmarkt, den Pfarrer Kanzian segnet.
1972 ist geprägt von der Innenrestaurierung der Pfarrkirche und der Erweiterung des Friedhofes. Bischof DDr. Köstner feiert sein 40 jähriges Priesterjubiläum auch in St. Marein. Am 21. Oktober 1972 wird die neue Hauptschule feierlich eröffnet.


Kunstraub mit unermesslichem Schaden
Unschätzbare Werte gehen  bei einem Einbruch am 14. Juni 1973 in die Filialkirche St. Peter und Paul am Reisberg verloren. Der langjährige Messner Pius Schmuck entdeckt den Diebstahl. Vier holzgeschnitzte Barockengel, eine Madonnenstatue mit Kind sowie mehrere andere Statuen sind Teil des Diebsgutes. Von den Dieben und den gestohlenen Kunstgegenständen fehlt bis heute jede Spur. Schon kurz zuvor hatten Einbrecher versucht, in die Kunigundekirche einzudringen, sind aber unverrichteter Dinge wieder abgezugen.
Am 15. Juni 1973 stirbt die Lyrikerin Christine Lavant, die in unserer Pfarrkirche getauft worden war. Im Dezember 1973 erstrahlt erstmals die Ortsbeleuchtung in St. Marein.


1974 - erste Wahl zum Pfarrgemeinderat
Im darauffolgenden Jahr finden die ersten Wahlen zum Pfarrgemeinderat statt. Es werden 1.600 Kandidatenvorschläge abgegeben und dabei 200 Personen genannt. Gewählt werden bei diesem ersten pfarrlichen Urnengang Josef Bachhiesl, Karl Errath, Benno Klary, Erna Kehraus, Ignaz Pongratz, Edwin Rieger, Simon Salzmann, Helmut Vallant, Rosa Walcher und Alfred Wiltsche. Sie gehen mit großem Enthusiasmus ans Werk und leisten in den kommenden Jahren Pionierarbeit.  Die Kirche St. Peter und Paul am Reisberg wird einer vollständigen Renovierung unterzogen. Die Spendenbereitschaft der Reisberger Bevölkerung und große freiwillige Arbeitsleistungen tragen wesentlich zum Gelingen des Vorhabens bei. Auch die Filialkirche St. Thomas erhält ein neues Kleid.
Pfarrer Ferdinand Kanzian feiert am 30. Juni unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung und der Vereine in der Pfarre sein silbernes Priesterjubiläum. Es zeigt sich darin die große Wertschätzung, die der Seelsorger im Ort genießt. In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli 1974 wird nochmals in die Filialkirche St. Peter und Paul am Reisberg eingebrochen. Wiederum fallen wertvolle Kunstgegenstände in die Hände unverfrorener Diebe.
Die Karwoche des Jahres 1975 ist von außergewöhnlich starkem Schneefall betroffen, sodass die Fahrt zur Speisensegnung am Reisberg nur mit Schneeketten möglich ist. Viele Hausdächer drohen in Oberkärnten durch die Schneelast einzustürzen.
Die Freiwillige Feuerwehr St. Marein begeht 1975 ihr 100-jähriges Bestehen mit einem großen zweitägigen Fest.
Die bischöfliche Visitation im Jahre 1976 wird wieder zu einem großen Feiertag. Zum letzten Mal ist DDr. Köstner in jener Pfarre zu Gast, in der er aufgewachsen ist. Er spendet 416 Jugendlichen das Sakrament der Firmung. Im Mai sammelt die Pfarre für die Erdbebenopfer in Friaul. Das Ergebnis bringt stattliche 10.845 Schilling an Spenden. Die St. Mareiner zeigen sich immer hilfsbereit, wenn es gilt, bei Katastrophen zu helfen. Auf vielfachen Wunsch wird auch wieder eine Pfarrwallfahrt durchgeführt. Ziel sind die Passionsspiele in St. Margarethen im Burgenland, ein für alle ergreifendes Ereignis. Am 3. Oktober treffen sich die Kirchenchöre des Lavanttales zum „Lobsinget“ in unserer Pfarrkirche. Das hohe Niveau der teilnehmenden Gruppen findet beträchtlichen Anklang.
Der Kameradschaftsbund St. Marein lässt das „Schmerlaibkreuz“ an der nördlichen Ortsausfahrt renovieren. Der im neuen Glanz strahlende Bildstock wird im Rahmen eines Kameradschaftstreffens am 25. Juni 1977 eingeweiht.
Die Siegelsdorfer Kirche erfährt im selben Jahr außen eine vollständige Renovierung. Im Herbst erhält die Pfarrkirche anstelle der schon brüchig gewordenen Ziegel ein neues Eternitdach. Freiwillige Helfer aus dem Ort befreien den Dachboden der Kirche von altem Ziegelschutt. Zehn Traktorenladungen werden weggebracht, darunter auch Steinplatten  und Lerchenschindeln als Relikte vergangener Jahrhunderte.
Eine weitere Pfarrwallfahrt führt im Jahr 1978 nach St. Lambrecht, und auch in diesem Jahr richten Gewitter im Lavanttal große Schäden an, wobei der Pfarrwald stark in Mitleidenschaft gezogen wird.
Am 30. April 1979 stirbt David Arnold, langjähriger, treuer und fürsorglicher Messner unserer Pfarre im 83. Lebensjahr. Mit seiner Frau Julie, die ihm 1983 im Alter von 87 Jahren nachfolgt, hat er 40 Jahre lang die Geschicke unserer Pfarre als Mesner wesentlich mitgestaltet. Vorbildlich war seine von tiefem Glauben und christlicher Nächstenliebe getragene Berufsauffassung. Paul Jantschgi wird sein Nachfolger.
1979 -  erstes Pfarrfest
Zum ersten Pfarrfest lädt die Pfarre am 14. Juni 1979. Mit großer Freude und unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung wird dieser Tag gefeiert. Nach dem Umgang nimmt Pfarrer Kanzian persönlich den Bieranstich vor. Es folgt ein Frühschoppen, bei dem die Lustigen Lavanttaler, der Gemischte Chor Siegelsdorf, der Kirchenchor und das Pichlinger Trio mitwirken. Zwei Wochen später feiert Pfarrer Ferdinand Kanzian sein dreißigjähriges Priesterjubiläum mit den Pfarrangehörigen. Im selben Jahr werden die Helme der Kirchtürme mit roter Farbe gestrichen. Dies erfolgt ohne Gerüst, die Arbeiter hängen an einem Seil. Und wieder ist vom Reisberg von einem Diebstahl zu berichten. Ein 400 Jahre alter Christuskorpus vom „Veidlpeterkreuz“ ist diesmal das Beutegut. Auch die Kunigundekirche wird neuerlich von Dieben heimgesucht.
Am 13. August 1979 findet die erste Fatimafeier in unserer Pfarre statt, um auch in St. Marein „den Gedanken der Sühne und Buße – wie es die Gottesmutter in Fatima gewollt hat lebendig zu machen und freiwillige Beter zu finden.“ Die Feier beginnt mit einer Prozession, die vom „Paulori-Kreuz“ in Kleinedling zur Pfarrkirche führt, wo eine Messe mit Predigt folgt. Seit damals wird diese Feier bis zum heutigen Tag an jedem 13. im Monat gehalten. Die Zielsetzung ist dieselbe wie vor fast 30 Jahren: „Möge dadurch Gnade – Segen und Stärkung im Glauben erwachsen.“


Und wieder wird renoviert
Mit 21. September beginnt eine längst fällige Außenrenovierung der Pfarrkirche. Zuerst ist nur daran gedacht, den seit den 60-er Jahren erneuerten, schon wieder schadhaft gewordenen Putz abzuschlagen. Doch es werden weitere Arbeiten notwendig. Viele freiwillige Helfer aus der Bevölkerung sind wieder bereitwillig tätig. Die fachliche Betreuung übernimmt die Baufirma Michael Müller. Die Arbeiten erstrecken sich bis Ende August 1980, wobei Farbgebung und Bemalung nach dem Muster des 16. Jahrhunderts erfolgt.
Am 12. August 1980 löst ein Wolkenbruch mit sintflutartigem Ausmaß eine Überschwemmung des Ortes aus, die großen Schaden anrichtet. Eine Woche später schlägt der Blitz in die Filialkirche St. Peter und Paul am Reisberg ein und verwüstet die Orgel sowie die elektrischen Leitungen in der Kirche.
1980 wird auf Eigeninitiative der Familie Alois Daveid, Inhaber des Gasthauses Köglwirt, der an das Gasthaus angrenzende Bildstock renoviert und am 30. März unter Teilnahme vieler Gläubiger von Pfarrer Kanzian geweiht. Er ist der größte Bildstock der Pfarre und soll auf die Zeit der Türkeneinfälle zurückgehen.
Unter großen Opfern und viel Hilfsbereitschaft der Bevölkerung kann 1980 die Kunigundekirche innen und außen renoviert werden. Es ist eine umfassende Erneuerung des Gotteshauses. Die feierliche Einweihung findet im Rahmen eines Festgottesdienstes statt.
Hohe Wahlbeteiligung zeigt von Interesse am Pfarrgeschehen
Die Pfarrgemeinderatwahl des Jahres 1981 bringt eine hohe Wahlbeteilung von 45,6%. Darin zeigt sich ein starkes Interesse der Pfarrbevölkerung am Pfarrgeschehen. Der Pfarrgemeinderat unter dem stellvertretenden Vorsitzenden Gottlieb Brunner ist innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Träger des Pfarrlebens geworden.
Die Singgemeinschaft St. Marein errichtet gemeinsam mit dem Alpenverein am Ladinger Spitz auf der Saualpe ein Gipfelkreuz. Jährlich laden die Sänger nun am letzten Sonntag im August zur Gipfelmesse, die immer gut besucht ist und sogar über 1000 Teilnehmer in luftige Höhen lockt.
Im September des Jahres 1981 wird auch die Orgel einer gründlichen Renovierung unterzogen. Die Firma Novak aus Klagenfurt sorgt für eine fachgerechte Ausführung, wobei besonderes Augenmerk auf die Bekämpfung des Holzwurmes, die Reinigung der Orgelpfeifen und die Neustimmung gelegt wird.
Zu einem besonderen Festtag gestaltet sich der 9. November  desselben Jahres  für den Reisberg. An diesem Tag wird das durch die Familie Steinwender restaurierte „Veidlpeter-Kreuz“ geweiht. Im Anschluss daran zieht eine festliche Prozession zur Kunigundekirche, in der ein neuer von der Jägerschaft gespendeter Hubertusaltar im Mittelpunkt der Weihefeier steht. Karl Errath, Herr Friesacher und die Familie Hölling waren zusätzlich großzügige Stifter für den neuen Altar.
Noch im Oktober beginnen die Renovierungsarbeiten an den Außenmauern der beiden Türme der Pfarrkirche. Die Fassade wird nach Muster des 17. Jahrhunderts rekonstruiert und erhält neue Ziffernblätter für die Turmuhr. Ein Blick in die Chronik zeigt, wie viel Mühe und Kosten die Erhaltung der Bausubstanz unserer Kirchen und Pfarrgebäude mit sich bringt. Ohne die großzügige Unterstützung der Bevölkerung wäre dies unmöglich. Wir dürfen stolz sein, dass die „St. Mareiner“ immer zur Stelle sind, wenn es gilt die wunderbaren Kirchen und Denkmäler in unserer Pfarre zu erhalten. Vieles davon geschieht auch im Stillen und in privaten Initiativen und kann hier nicht genannt werden, würde es doch den Rahmen dieser Festschrift weit sprengen.
Am Neujahrstag 1982 erreicht unsere Pfarre eine traurige Nachricht. Die große Glocke verkündet mit ihrem tiefen Klang  der ganzen Pfarrgemeinde, dass Bischof DDr. Josef Köstner nach einem Schlaganfall  im 76. Lebensjahr nach 36-jähriger Amtszeit als Oberhirte unserer Diözese verstorben ist. Die ganze Pfarre trauert. Mit über 200 Pfarrangehörigen, darunter zahlreichen Vereinsabordnungen, dem Kirchenchor und dem Pfarrgemeinderat feiert Pfarrer Ferdinand Kanzian im Dom zu Klagenfurt einen Gedenkgottesdienst für den großen verstorbenen Sohn der Pfarre, der mit St. Marein immer eng verbunden geblieben ist.
Immer wieder ist die Pfarrbevölkerung großzügig
Nach glücklichem Abschluss der Renovierung der Kunigundekirche wird auch der Wunsch nach einer neuen Glocke für das kleine Kirchlein laut. Durch die Spendenfreudigkeit der Reisberger und den unermüdlichen Einsatz des Mesners Pius Schmuck kann am 18. April 1982 unter großem Menschenandrang durch Abt Bruno Rader unter Assistenz von Dechant Monsignore Josef Dollinger eine 79 kg schwere Glocke geweiht werden. Es wird ein Festtag für die Filiale.  Das Festgedicht trägt Sylvia Furian meisterhaft vor.
Die Katholische Arbeiterjugend begeistert immer wieder durch Theateraufführungen. Helmut Leopold und Werner Holzbauer sind die umsichtigen Leiter. Besondere Höhepunkte für die Kinder werden in den kommenden Jahren auch die Sommerlager in Pölling auf der Saualpe, die Werner Holzbauer mit großem Gespür für die Jugend und vielseitigen Abenteuerprogrammen vorbereitet und leitet.
Auch die jährlichen Altentage gehören zum Fixpunkt des Pfarrlebens. So versucht man für alle Altersschichten Angebote zu finden.
Im Juni 1982 kommt die Außenrenovierung der Kirchtürme zum Abschluss. Mit dem feierlichen Aufsetzen der erneuerten Turmscheine durch den Restaurator Sepp Mayerl finden die Arbeiten ein glückliches Ende. Die Kirche erstrahlt nun von außen wieder in neuem Glanz.
Am Reisberg findet noch im selben Jahr neuerlich eine Glockenweihe statt. Pius Schmuck und die  Bevölkerung am Reisberg machen es möglich, dass für die Kirche St. Peter und Paul eine 299 kg schwere Glocke angeschafft werden kann. Die Weihe der von der tiroler Glockengießerei Graßmayr meisterlich gegossenen Glocke nimmt Dechant Monsignore Dollinger vor.
Die Freiwillige Feuerwehr St. Marein freut sich über ein neues Rüsthaus. Einziger Wehrmutstropfen bei der Einweihung ist die Tatsache, dass ein modernes Löschfahrzeug fehlt.
Die Dorfgemeinschaft St. Marein unter ihrem Obmann Ferdinand Schwaiger leistet hervorragende Bildungs- und Kulturarbeit in unserem Ort. Besondere Höhepunkte im Jahreslauf sind die alljährlichen Bildungswochen, für die die Dorfgemeinschaft verantwortlich zeichnet. Die Programme finden sich auch in unserer Chronik und geben ein schönes Bild von der Vielseitigkeit des Vereines.
Im Juli 1983 gibt es laut Chronik mit weit über 30 Grad Celius den heißesten Tag seit Jahrzehnten. Die Weihe des renovierten „Rami-Kreuzes“ in St. Thomas wird im selben Monat für die Filiale ein besonderes Fest. Herr Schifferl, vlg. Schmuck und Frau Sulzer vom benachbarten Lindhof haben die Renovierung ermöglicht. 
Im Advent 1985 erscheint erstmals der „St. Mareiner Pfarrbote“, den Maria Verdnik mit viel Liebe und Sorgfalt über 10 Jahre gestalten wird. Er wird zur wichtigen historischen Quelle unseres Pfarrlebens.
Durch den plötzlichen Tod des stellvertretenden PGR-Vorsitzenden, Gottlieb Brunner, im Jahre 1986, der seit der Einführung des Pfarrgemeinderates im Jahre 1974 dieses Amt vorbildlich und mit großem Einsatz innehatte, muss überraschend ein Nachfolger gefunden werden. Mit dem Finanzbediensteten Benno Klary, der schon seit den 60er Jahren äußerst aktiv in der Pfarre tätig ist, gelingt dies hervorragend. Die tiefe Verbundenheit mit Pfarrer Kanzian, das ruhige von großer Pfarrerfahrung und offener Religiosität geprägte Wesen Klarys tragen wesentlich zum blühenden Pfarrleben der kommenden Jahre bei.
Bei der Pfarrgemeinderatswahl 1987 werden folgende Personen gewählt: Holzbauer Werner, Errath Karl, Klary Benno, Salzmann Simon, Kehraus Erna, Unterkirchner Ernst, Verdnik Maria, Walcher Rosa, Schifferl Josef und Vallant Helmut. Sie alle bemühen sich in der Folge sehr engagiert um ein blühendes Pfarrleben.
Nach der Pfarrgemeinderatswahl 1992 wird Benno Klary einstimmig für eine weitere Periode zum stellvertretenden Vorsitzenden ernannt.
Im Herbst desselben Jahres wird die Filialkirche St. Peter und Paul am Reisberg mit Holzschindeln eingedeckt, nachdem durch Mitarbeit der Reisberger Bevölkerung und einiger freiwilliger Helfer eines Bauordens das alte Steindach der Kirche abgedeckt worden ist. Ein Wegstreit über den Zugang zur Filialkirche belastet das Klima der dortigen Filialgemeinde sehr und erstreckt sich über Jahre, eine gütliche Lösung ist nicht zu finden.

Ein nicht wegzudenkender Gestalter des musikalischen Lebens in unserem Ort, Ing. Hugo Gutschi, Gründungschorleiter der Singgemeinschaft St. Marein und langjähriger Leiter unseres Kirchenchores, beendet  1993 aus gesundheitlichen Gründen nach mehr als 25 Jahren seine Tätigkeit in St. Marein. Die Pfarre verdankt ihm sehr viel, hat er doch musikbegeistert, tief religiös und sehr engagiert hier gewirkt. Besondere Verdienste erwarb sich Ing. Gutschi als Gebietskantor auch um die jährlich stattfindende Großveranstaltung der Lavanttaler Kirchenchöre, „Lobsinget“ genannt.  Mag. Erna Kienleitner, Professorin an der Handelsakademie Wolfberg, folgt ihm nach und führt den Chor sieben Jahre lang ebenso engagiert und mit großer Musikalität. Höhepunkt ihres Wirkens ist 1999 ein großes geistliches Konzert mit Streicherbegleitung, bei dem auch die G-Dur Messe von Franz Schubert zur Aufführung gelangt.
Große Veränderungen stehen der Pfarre im Jahre 1996 ins Haus. Pfarrer Geistlicher Rat Ferdinand Kanzian tritt mit 1. September nach 45-jährigem, segensreichen Wirken in den wohlverdienten Ruhstand. Die Pfarre ist ihm zu tiefem Dank verpflichtet, hat er doch all die Jahre unermüdlich als umsichtiger und verantwortungsbewusster Seelsorger die Geschicke der Gemeinde gelenkt.
An seiner Seite war Karla Kanzian, seine Schwägerin, der gute Geist im Pfarrhof. Beide führten ein offenes und einladendes Pfarrhaus und prägten mit ihrer freundlich-liebenswürdigen Art jahrzehntelang das Gemeindeleben. Der Abschied erfolgt nicht ohne Tränen und man spürt, dass eine ganz besondere Ära zu Ende geht.
Die Nachfolge ist mit dem bisherigen Provisor von Preitenegg, Marco Jukic, alles andere als glücklich. Schon nach drei Tagen wird Jukic von der Betrauung der Pfarre entbunden. Gründe sind das besorgniserregende Verhalten des neuen Provisors, sodass eine gedeihliche Weiterentwicklung der so großen Pfarre St. Marein nicht gewährleistet erscheint.


Zeit des Übergangs
In dieser schwierigen Situation übernimmt der Provisor der Nachbarpfarre St. Stefan, Mag. Josef Allmaier, auf Bitten des Ordinariates interimistisch auch die Leitung von St. Marein. Kanonikus Mag. Josef Klaus Donko, Dekanatspriester und Patres vom nahen Kapuzinerkloster Wolfsberg unterstützen ihn dabei in der Seelsorge.
Mit großer Trauer erfährt die Pfarre im Herbst 1996, dass die langjährige Pfarrhaushälterin Karla Kanzian am 18. Oktober einer schweren Krankheit erlegen ist. Ihr Heimgang schmerzt viele Menschen unseres Ortes, nimmt sie doch auch ein großes Stück Geborgenheit mit, die sie so viele Jahre mit ihrer einladenden und offenen Herzlichkeit im Pfarrhof  verströmen ließ. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung und der Geistlichkeit, allen voran Altpfarrer Ferdinand Kanzian, wird sie am Friedhof zu St. Marein zu Grabe getragen. Es ist kälter geworden – nicht nur durch den hereingebrochenen Herbst.
Die Pfarre stellt sich auf die notwendig gewordenen Änderungen gut ein und so geht das Pfarrleben in gewohnter Weise weiter.
Als neuer Mesner in unserer Pfarrkirche ist Werner Rothleitner tätig. Seine Verlässlichkeit und Gewissenhaftigkeit sind eine große Bereicherung für die Pfarre. Überall legt er mit großem handwerklichem Geschick bei Arbeiten in der Pfarrkirche und im Bereich des Pfarrhofes Hand an und ist früh bis spät zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Johann Stimpfl steht ihm bei vielen Arbeiten hilfreich zur Seite.
Die Tradition der Pfarrwallfahrt wird wieder aufgenommen und führt 1997 nach Südtirol in die Heimat von P. Josef Freinademetz. Jährlich veranstaltet die Pfarre nun Ausflugsfahrten, die nach Grado, Laibach, Melk, Salzburg, Mariazell, Kremsmünster, Wien und in viele andere schöne Orte führen. Bis zu 100 Personen nehmen daran teil.
Unter Provisor Allmaier kommt es in diesem Jahr noch zur Orgelinstandsetzung durch die Firma Ottitsch, sowie dem dringend notwendigen Auswechseln der Glockenjöcher, zur Modernisierung und Umstellung der Pfarrkanzlei auf EDV-Betrieb und einigen Umbauarbeiten im Pfarrhof. Wesentlich ist auch die Einführung eines monatlichen Pfarrboten, der der Bevölkerung noch mehr aktuelle Berichte aus dem pfarrlichen und kirchlichen Leben bietet.
Die Pfarrgemeinderatswahlen im März des Jahres bringen eine Veränderung an der Spitze des für die Pfarre so wichtigen Mitarbeitergremiums. Benno Klary, langjähriger und verdienstvoller Obmann kandidiert aus Altersgründen nicht mehr für dieses Amt. Ihm folgt mit Maria Stimpfl erstmals eine Frau an die Spitze des Pfarrgemeinderates. Sie bemüht sich sehr engagiert um das pfarrliche Gemeinschaftsleben und die verschiedensten Belange der Pfarre.
Monatlich werden durch Anregung seitens des neuen Provisors  nun Seniorenmessen abgehalten, an die sich eine Einladung zum Frühstück anschließt. Die Senioren freuen sich darüber.
Ganz unerwartet und viel zu früh stirbt im März 1997 Dechant Willibald Füller und wird in seiner Heimatpfarre St. Marein  unter großer Beteiligung der Bevölkerung zu Grabe getragen. Die vielen Trauergäste aus seiner letzten Wirkungsstätte Hüttenberg zeigen die Beliebtheit des verstorbenen Seelsorgers.
1997 - Eine neue Ära beginnt
Mit September 1997 bekommt die Pfarre St. Marein zur Freude aller wieder einen eigenen Provisor. Mag. Andreas Stronski, Kapuzinerpater und zuvor tätig in der Krankenhaus- und Gefangenenseelsorge in Wiener Neustadt, wird neuer Seelsorger in St. Marein. 
Im November desselben Jahres gründet sich aus der marianisch orientierten „Legio Mariä“, dessen treibende Kraft jahrzehntelang Rosa Walcher war, eine neue Gebetsgruppe, der „Lebendige Rosenkranz“. Bald gehören dieser pfarrlichen Vereinigung über 100 Mitglieder an, die in Anliegen der Pfarre, Kirche und Welt täglich den Rosenkranz beten. Auch hier ist Rosa Walcher, die unser Pfarrleben viele Jahre äußerst tatkräftig mitgetragen hat, wieder sehr engagiert tätig. 
Josef Schmadjuk sen. aus Siegelsdorf, künstlerisch begabt, restauriert in Eigeninitiative 1998 das Hl. Grab, unser Prozessionskreuz und die sehr wertvollen Figuren der Südtiroler Krippe aus dem 19. Jahrhundert.
Am 9. August gibt es wieder einen Feiertag am Reisberg. Pius Schmuck, langjähriger rühriger Mesner der beiden Filialen  feiert das 40-jährige Jubiläum seiner treuen Mesnertätigkeit im Kreise der Pfarrangehörigen und beendet aus Altersgründen seinen Dienst. Ihm folgt nach einer erstmalig durchgeführten Mesnerwahl auf einstimmigen Vorschlag der anwesenden Reisberger Paul Unterberger, vlg. Oberer Schrammel. Auch dieser versucht mit großem Einsatz dem Leben der Filialgemeinde  immer wieder Impulse zu verleihen. Mit September des Jahres verlässt Provisor Allmaier die Pfarre St. Stefan, um auf Bitten des Ordinariates in der Pfarre Malta ein neues Arbeitsgebiet zu übernehmen. Er bleibt mit unserer Pfarre aber trotzdem über all die Jahre verbunden.
Am 13. Juni 1999 feiert Altpfarrer Geistlicher Rat Ferdinand Kanzian im Kreise der zahlreich erschienen Bevölkerung sowie aller Ortsvereine sein goldenes Priesterjubiläum im Zuge der von ihm eingeführten Fatimafeier.  Dabei wird deutlich, wie sehr der Jubilar in St. Marein geschätzt wird. Es wird ein großes und stimmungsvolles Fest des Dankes für das so segensreiche Wirken des beliebten Seelsorgers.
Mit der Erneuerung der Lichtanlage und der Renovierung des besonders schönen Lusters wird auch in der Pfarrkirche wieder fleißig gewerkt.


Ereignisreiches Jubeljahr 2000
Im Jahr 2000 stehen wieder große Arbeiten in der Pfarre an. Nach fachmännischen Untersuchungen der Inneneinrichtung der Pfarrkirche wird deutlich, dass der Zahn der Zeit in Verbindung mit dem Holzwurm bedrohliche Zerstörungen an Altären und Statuen der Pfarrkirche angerichtet hat. Ein rasches Handeln ist notwendig, will man größeren Schaden vermeiden. Die großen Mittel, die dieses notwendige Vorhaben erfordert, können aus dem Pfarrbudget allein nicht bestritten werden. So ruft die Pfarre die Bevölkerung mit einer Patenschaftsaktion um Hilfe. Und die St. Mareiner stehen wieder, wie schon so oft, zu ihrem Gotteshaus. Schulen, alle größeren Vereine und selbst Einzelpersonen übernehmen die Kosten der Renovierung einzelner Heiligenstatuen, sodass das Projekt von der Firma Campidell in Angriff genommen werden kann.
Im Februar erreicht die Pfarre eine traurige Nachricht. Paul Jantschgi, langjähriger und verdienstvoller Mesner unserer Pfarrkirche, ist verstorben. Er gehörte Jahrzehnte zum Pfarrleben und hat diesen Dienst 1979 aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr aus dem Weltkrieg nach dem Ableben von David Arnold übernommen. Die Pfarre trauert um einen wertvollen, liebenswürdigen Menschen.
Das Jubeljahr 2000 ist Anlass, auf die Menschen neu zuzugehen. Mit der Aktion „Kirche auf Besuch“ werden alle Haushalte des Pfarrgebietes von Mitarbeitern der Pfarre besucht, mit einem kleinen Geschenk überrascht und zu einer Pfarrbefragung eingeladen. Damit soll deutlich werden, dass jeder einzelne als lebendiger Teil des Glaubenslebens vor Ort wichtig ist. Die Reaktionen sind sehr positiv. Die Auswertung der Fragebögen bringt wichtige Fakten zutage. Positiv bewertet werden der neugestaltete Pfarrbote, die schönen Gottesdienste, der gepflegte Friedhof und der stimmungsvolle Pfarrhof, das gute Klima innerhalb der Pfarre, die große Anzahl freiwilliger Mitarbeiter sowie die neuen Gottesdienstformen, wie die Kindermessen. Negative Reaktionen gibt es wegen zu wenig Transparenz der Arbeit des Pfarrgemeinderates. Die Schaffung der Zufahrt zur Filialkirche am Reisberg, ein leidiges Thema seit Jahrzehnten, und noch lebendigere Gestaltung der Gottesdienste finden sich unter den Wünschen der Befragten. Alles in allem war es ein wichtiger Versuch der Kontaktaufnahme mit allen Pfarrangehörigen.
Ein besonders festliches Ereignis wird am 14. Mai 2000 die bischöfliche Visitation mit Firmung durch Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari. Im Sommer beginnt die großangelegte Innenrestaurierung. Der Hochaltar und alle Statuen der Kirche sind davon betroffen. Gleich zu Beginn stößt das Restauratorenteam der Firma Campidell auf eine Sensation. Unter der Marmorierung des Altares befindet sich eine weit ältere barocke Marmorfassung. Nach eingehender Beratung entschließt man sich, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen, eine kluge Entscheidung, bietet die hellere Marmorierung in grau-rosa mit stärkerer Goldfassung doch einen viel freundlicheren Anblick, der durch die Ausmalung der Innenwände noch unterstützt wird.
Anfang September findet im Rahmen des Siegelsdorfer Kirchtages eine Dankesfeier für den seit mehr als 30 Jahren in der dortigen Filialkirche tätigen Mesner Karl Rothleitner statt. Er hat sich große Verdienste um das Kirchlein, das ihm ein wichtiges Anliegen ist,  erworben. 
Im September desselben Jahres werden die beiden Volksschulen unseres Ortes, nach dem Übertritt von OSR Dir. Dietlinde Reszler in den Ruhestand,  wieder zusammengelegt. Direktor Ferdinand Schwaiger ist nun Leiter der vereinten Volksschule.  Im Oktober startet in der Pfarre ein intensiver Glaubenskurs mit 14 Themenabenden, an dem sich über zwanzig Pfarrangehörige beteiligen. Immer wieder bilden sich in unserer Pfarre Menschen auch spirituell und theologisch weiter, sodass die Gemeinde auf eine Anzahl geschulter Laien zurückgreifen darf. Diese fachkundigen Mitarbeiter sind in vielen Bereichen ein großer Schatz. Das Jahr schließt mit einer großen Feier. Am 3. Dezember weiht Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari den neuen Volksaltar. Die Basis des Altars bildet ein mächtiger Felsblock aus Lavanttaler Marmor, der die Reliquien von P. Pio und Papst Johannes XXIII enthält. Der Marmorblock soll den ursprünglichen Charakter des eucharistischen Tisches als Opferstein verdeutlichen. Auch der neue Ambo wird an diesem Tage geweiht. Mit seinen genau 52 Marmorplatten im Sockel symbolisiert er die Sonntage des Jahres.
2001 setzt man die Innenrestaurierung mit der Erneuerung des Rosenkranzaltares fort. 1,4 Millionen Schilling sind für die Gesamtinnenrestaurierung erforderlich. 650.000 Schilling bringt die Bevölkerung mittels Spenden auf, eine großartige Leistung. Der Rest wird durch Subventionen von Diözese, Land Kärnten, der Stadt Wolfsberg sowie durch Eigenmittel der Pfarre finanziert.

Der Gemischte Chor Siegelsdorf feiert 2001 sein 25-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst im Juni und einem großen Sängerfest im September.

Am 8. Juni wird am Reisberg ein von der Familie Magnet, vlg. Buttner, neu errichtetes Kreuz geweiht. Klaus Magnet beschäftigt sich schon länger mit Holzfeinarbeit und  hat das Kreuz selbst verfertigt.
Mit einer eigenen Homepage steigt die Pfarre ins Internetzeitalter ein. Die neuen Medien sollen so auch für die Pfarrverkündigung und den weltweiten Kontakt genützt werden.

Im Herbst beginnt die Neueindeckung des Nordturmes mit Kupfer. Die Pfarre hat sich zu dieser Lösung entschlossen, nachdem das Blechdach von Rost befallen war. Nun soll eine dauerhafte Lösung für die Turmhelme gefunden werden. Die Firma Janesch aus dem Burgenland übernimmt die fachkundige Arbeit. An Seilen erneuern die Mitarbeiter unter der Leitung des Juniorchefs in schwindelnder Höhe die schon teilweise morschen Kaltdachbretter und überziehen sie mit einem schmucken neuen Kleid aus Kupfer. Der Südturm muss noch etwas warten.