Unsere Pfarre

Unsere Pfarre gehört zur Diözese Gurk-Klagenfurt, die von Diözesanbischof Dr. Josef Marketz geleitet wird.

In unserem Pfarrgebiet leben rund 3000 Katholiken. Es grenzt im Osten an den Fluss Lavant, der unserem Tal den Namen gibt, und im Westen am Reisberg bis auf die Höhen der Saualpe. Im Norden reicht die Pfarre bis St. Thomas bei Wolfsberg und im Süden bis Fischering (nahe St. Andrä).

 

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Pfarre im Jahr 1178. Eine Kapelle bestand vermutlich bereits um 888. Seit 1207 ist Sankt Marein als Pfarre verzeichnet.  Die spätgotische Staffelhallenkirche mit zwei mächtigen Zwiebelhelm-Türmen wurde nach der Zerstörung des Vorgängerbaus durch die Türken 1480 zum größten Teil neu errichtet. Die Westfassade wurde neugotisch verändert. Der Hauptchor stammt aus dem 14. Jahrhundert, das spätgotisches Südportal wurde um 1500 errichtet, das Nordportal um1514.

Filialkirche

Sankt Kundigunde am Reisberg

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Kontakt: Als Mesner und Ansprechpartner für die Kirche fungiert Peter Rabinig, Wirt im nahegelegenen Gasthaus Rabnig. Er vertritt mit Eduard Steiner die Filiale Reisberg auch im Pfarrgemeinderat. Sie erreichen ihn unter der Telefonnummer (04352)81157 oder via E-Mail Peter.Rabinig@gmx.at.

Geschichte der Kirche: Der spätgotische Bau zeigt an der Südseite die Jahreszahl 1552. Ältester Teil des Gotteshauses ist der mit Netzrippen gewölbte Chorraum aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der Hochaltar aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stellt die Feuerprobe der heiligen Kunigunde dar, die um ihre Treue zu beweisen, über glühende Pflugscharen schreitet. Im Aufsatzbild sehen wir den heiligen Ulrich. Auf den Seiten thronen zwei Engelsgestalten. Der südliche Seitenaltar beinhaltet ein von Jägern gespendetes Altarbild des hl. Hubertus. Ursprünglich schmückte diesen Altar ein Gemälde der hl. Magdalena, das sich nun an der Nordwand des Chores befindet. Ein Bild der „Sieben Schmerzen Mariens“ vervollständigt den Schmuck im Chorraum. Erwähnenswert ist auch der schöne Kronleuchter, auf dessen Konsole das Entstehungsdatum 1666 zu finden ist. Die schlichte, kastenförmige Kanzel mit ihrem Rechteckgrundriss ist ein Werk des 18. Jahrhunderts. Nach alter Tradition  wird hier der Gedenktag der heiligen Kunigunde am 3. März gefeiert. Als Besonderheit werden nach dem Gottesdienst die so genannten „Kunigundebrezel“ verteilt, die an die Mildtätigkeit der heiligen Kaiserin erinnern. Kunigunde gilt als Patronin der Schwangeren und Kinder. Im November gedenkt man in dem kleinen Kirchlein auch des hl. Hubertus mit einem Festgottesdienst. Das stimmungsvoll im Wald gelegene Kirchlein ist auch immer wieder Ziel von Wallfahrten. Bei Grabungen für einen Elektromasten wurden Gräber entdeckt, die darauf schließen lassen, dass sich um das Gotteshaus einst auch ein Friedhof befunden hat.

Filialkirche

Sankt Nikolaus in Siegelsdorf

Kontakt: Ansprechpartner für Besichtigungen und Auskünfte sind die langjährige Mesnerfamilie Hilde und Willi Wascher (Telefon: 04352/81116) und Gerhard Dohr (Telefon: 0664/5453726), der die Filiale auch im PGR vertritt.

Geschichte der Kirche: Die Filialkirche in Siegelsdorf muss eine mittelalterliche Vorläuferin gehabt haben, da im Zuge des Türkeneinfalles 1480 auch von der Niederbrennung der Kirche zu St. Nikolaus zu Siegelsdorf die Rede ist. Der Ort wird erstmals 1184 unter der Bezeichnung „Sitegoisdorph“ erwähnt. Der jetzige Bau stammt aus dem 17. vielleicht schon aus dem 16. Jahrhundert. Bemerkenswert ist der Hochaltar aus dem späten 17. Jahrhundert, Christus am Kreuz, zu dessen Füßen sich Maria und Johannes befinden. Über den Opfergangsportalen sehen wir rechts den hl. Leonhard und links den hl. Antonius von Padua. Der linke Seitenaltar beinhaltet eine Darstellung des heiligen Johannes Nepomuk, das Bild des rechten Seitenaltares zeigt den heiligen Franz Xaver. Interessant ist auch eine Prozessionsmadonna mit echtem Haar und barockem Gewand, die prächtig renoviert an der nördlichen Wand steht. Darüber befinden sich einige interessante Votivbilder. Besonderer Beachtung wert ist auch eine wundervolle gotisierende Madonnenstatue aus dem 18. Jahrhundert sowie eine kleine Nikolausfigur aus dem 17. Jahrhundert. Als besondere Festtage feiert man das Herz-Jesu-Fest im Juni sowie den Gedenktag des Kirchenpatrons am 6. Dezember. Zu einer liebgewordenen Tradition hat sich in den letzten Jahren auch die Familienwallfahrt am Ostermontag entwickelt, an der jährlich weit über hundert Personen teilnehmen. Ein weiterer Festtag in dieser Kirche ist der 17. Jänner, der Gedenktag des hl. Antonius des Einsiedlers, der als Patron der Haustiere, besonders der Schweine, in ländlichen Gebieten früher sehr verehrt wurde.

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Filialkirche

St. Peter und Paul am Reisberg

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Kontakt: Als Mesner und Ansprechpartner für die Kirche fungiert Peter Rabinig, Wirt im nahegelegenen Gasthaus Rabnig. Er vertritt mit Eduard Steiner die Filiale Reisberg auch im Pfarrgemeinderat. Sie erreichen ihn unter der Telefonnummer (04352)81157 oder via E-Mail Peter.Rabinig@gmx.at.

Geschichte der Kirche: Die Gegend am Reisberg ist urzeitliches Siedlungsgebiet. Darauf weisen Funde aus der Jungsteinzeit hin. Auf der, die Kirche überragenden Bergkuppe stand wahrscheinlich schon in römischer Zeit ein Heiligtum des  „Ianus Geminus“. Ein in der Burgruine gefundener Weihealtar gibt darüber Aufschluss. Eine Burg „Risperc“ an dieser Stelle ist urkundlich 1197 erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts kam sie an die Salzburger Erzbischöfe und war danach mehrmaligem Besitzerwechsel unterworfen. Die Filialkirche St. Peter und Paul ist die einstmalige Burgkapelle. Im Kern romanisch-gotisch, wurde sie später verändert. 1560 sind bereits zwei Kirchen am Reisberg genannt und 1568 wird St. Peter und Paul sogar als eigene Pfarre bezeichnet, scheint allerdings 1616 schon wieder als Filialkirche von St. Marein auf. An der Außenmauer finden sich ein römerzeitliches Grabbaurelief sowie eine Schreiberdarstellung. Der Hochaltar setzt sich aus Teilen des 17. bis 19. Jahrhunderts zusammen. Anstelle des sich nun im südlichen Seitenschiffes der Pfarrkirche zu St. Marein befindlichen Hochaltarbildes (Schlüsselübergabe durch Jesus an Petrus) befindet sich einen Petrusstatue aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Altarschrein. Zwei Engel über den Opfergangsportalen ergänzen den figuralen Schmuck, der durch die in der Chronik  erwähnten Diebstähle sehr gelitten hat. Der linke Seitenaltar zeigt den hl. Martin, Almosen verteilend, rechts die Steinigung des hl. Stephanus. Beide Altäre entstanden wohl in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wobei einige Teile wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert stammen. Eine Madonna mit geschnitztem Strahlenkranz und eine Statue des heiligen Josef mit Jesuskind im Arm sind weitere beachtenswerte Kunstwerke. Die spätbarocke Kanzel zeigt die Szene der Heimsuchung Marias (Maria trifft auf Elisabeth). Der auf der Darstellung sichtbare Obelisk kann als Sinnbild Gottes beziehungsweise des Glaubens gelten. Am Kanzeldeckel findet sich neben Flammenvasen eine weibliche Statue, die mit Kreuz und Kelch als Sinnbild des Glaubens darstellt.
Beachtenswert ist auch ein in der Sakristei hängendes Bild des Heiligen Hauptes, das, frei nach dem Klagenfurter Vorbild geschaffen, in seiner Ausdruckskraft das Original übertrifft. Besonderer Erwähnung ist auch die Orgel würdig, die noch mit einem original zu tretenden Blasbalg ausgestattet ist, mittlerweile aber durch einen elektrischen Blasbalg ersetzt wurde. Das Patrozinium feiert die Filiale am ersten Sonntag im Juli, kurz nach dem Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Weitere Gottesdienste finden an den Hochfesten sowie einmal monatlich statt. Modernste Sicherheitseinrichtungen schützen den Kirchenraum vor Diebstahl. Aus diesem Grunde können Sie das Gotteshaus außerhalb der Gottesdienste nur nach Vereinbarung mit dem örtlichen Mesner betreten.

Um die Filialkirche herum befindet sich ein eigener Friedhof, dessen Gräber liebevoll geschmückt und gepflegt werden.

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